Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Uniklinik Bonn

13. EFORT Kongress 2012 – Berlin, 23. – 25. Mai 2012

Der EFORT-Kongress 2012 in Berlin, das wichtigste wissenschaftliche europäische Fach-Ereignis des Jahres, bietet Updates zu allen Spezialitäten, einen neuen Rekord an eingereichten Beiträgen und eine Vielzahl von Formaten, die Generalisten, Spezialisten und Fachärzten in Ausbildung jeweils zielgruppenorientierte Aus- und Weiterbildung bieten – in konkurrenzlosem Ambiente.

Neben thematischen Schwerpunkten rund um die „UN-Dekade für Verkehrssicherheit“ und das „Europäische Jahr für aktives und gesundes Altern“ sind zwei Ehrenvorlesungen ebenso unter den Highlights wie die neuen „Cross Fire Sessions“, ein Forum des kontroversiellen Dialogs.

Von 23. bis 25. Mai 2012 wird in der deutschen Bundeshauptstadt der 13. Kongress der EFORT, der European Federation of National Associations of Orthopaedics and Traumatology, stattfinden – und damit das wichtigste wissenschaftliche Ereignis auf europäischer Ebene für Orthopäden und Unfallchirurgen.

„Dass der EFORT Kongress am Standort Berlin stattfindet, ist nicht nur eine Auszeichnung für die deutsche Orthopädie und Unfallchirurgie. Die Entscheidung unterstreicht auch das Committment von EFORT, eine gemeinsame Plattform für die Aus- und Fortbildung in Orthopädie und Traumatologie aller europäischen Nationen auf möglichst vergleichbarem Niveau zu schaffen“, sagt Univ.-Prof. Dr. Dieter Wirtz, Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Bonn, Beiratsmitglied des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie DGOOC und einer der beiden local organiser von EFORT 2012.

„Die gute Erreichbarkeit und die Tatsache, dass die kulturelle, politische und gesellschaftliche Geschichte von Ost- und Westeuropa in Berlin auf einzigartige Weise verschmilzt, lässt uns hoffen, dass wir diesmal auch besonders viele Kolleginnen und Kollegen aus Osteuropa begrüßen werden können.“

Das Interesse ist jedenfalls erkennbar groß. „An die 4.000 eingereichte Abstracts, aus denen für die Free-Paper-Sessions etwa 600 bis 700 ausgewählt werden, geben uns auch die Möglichkeit, viele originelle neue Ideen zu entdecken“, unterstreicht der zweite local organiser Univ.-Prof. Dr. Karsten Dreinhöfer, Charité Universitätsmedizin und Chefarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie der Klinik Medical Park Berlin Humboldtmühle sowie Vizepräsident des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU).

„Aufgrund der Vielfalt an historischen und wissenschaftlichen Entwicklungen und Erfahrungen in Europa kann EFORT eine kreative Breite abbilden, die regional, sprachlich und kulturell eingeschränktere Kongresse nicht bieten können. Das ist sicher auch ein wichtiger Grund für die konkurrenzlose Anziehungskraft der EFORT-Meetings weit über Europas Grenzen hinaus. Wir erwarten Teilnehmer aus 90 Ländern. Zudem erlaubt dieses grenzüberschreitende Zusammenkommen auf europäischer Ebene ein „Lernen von Nachbarn“ und zunächst ein besseres Verstehen, später dann vielleicht ein Zusammenwachsen der verschiedenen Kulturen.“

Internationale Schwerpunkte: Verkehrssicherheit und gesundes Altern

Zwei thematische Schwerpunkte werden in Berlin aktuelle internationale Initiativen bilden: die „UN-Dekade für Verkehrssicherheit“ – mit vielen Beiträgen zur Unfallvermeidung sowie Behandlung von Verletzungen und Verletzungsfolgen – und das „Europäische Jahr für aktives und gesundes Altern“ -- hier sind die Präsentationen vor allem degenerativen Erkrankungen des Haltungs- und Bewegungsapparates gewidmet. Der aktuelle Stand des Wissens zu operativen und konservativen Behandlungsoptionen, zu modernen Konzepten der Rehabilitation und Schmerzbehandlung, zu multimodalen Ansätzen der Rückenschmerztherapie sowie zum Management von Osteoporose sind wichtige Programmschwerpunkte.

Besonders geachtet wird auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen geladenen Vorträgen erfahrener Experten und freien Präsentationen jüngerer Forscherinnen und Forscher, die nicht selten auch etablierten Experten den Blick für neue, unkonventionelle Herangehensweisen öffnen können.

„Weltweit einzigartig, und 2012 nochmals erweitert, ist auch die Vielfalt der beim EFORT-Kongress gebotenen Formate, die allen Interessierten – Generalisten, Spezialisten und Berufsanfängern – maßgeschneidert jeweils das bieten, was sie für ihre individuelle Fortbildung benötigen“, betont Prof. Wirtz.

„Instructional Lectures“ und Symposia bieten Präsentationen des „State-of-the-Art“ zu den aktuellen Themen, gehalten von international renommierten Experten. Veranstaltungen der verschiedenen Specialty Societies erlauben den Austausch unter Experten auf höchstem Niveau. Der „Comprehensive Review Course“ (CRC) fasst den wesentlichen Stoff der europäischen und nationalen orthopädisch/unfallchirurgischen Facharztprüfung an einem Tag zusammen. In kleinem Rahmen gehaltene „Experts-meet-Experts“-Sitzungen (ExMEx) werden in Berlin zu den Themen Azetabulum-Frakturen, periprothetische Frakturen, Kreuzband-Revisionchirurgie und Behandlung von Fragilitätsfrakturen angeboten werden.

Zementieren oder nicht? Kontroversielle Cross Fire Sessions

„Zu den Highlights des Kongresses zählen für mich nicht zuletzt jene Formate, in denen unterschiedliche Standpunkte zum gleichen Thema aufeinandertreffen“, so Prof. Dreinhöfer. „Das sind einerseits die bereits bewährten ‚Controversial Case Discussions’ (CDC), in denen wir zur Diskussion von Fallbeispielen einladen, etwa zur Versorgung von Polytraumen, zu Deformitäten der unteren Extremitäten, zu Hüftgelenksdysplasien oder zu Infekten der Wirbelsäule. Zum anderen gibt es erstmals das neue Format der ‚Cross Fire Sessions’ (CFS), in denen ausgewiesene Fachleute ebenfalls kontroverse Positionen zu Themen wie zementierte versus unzementierte Versorgung beim alten Menschen, operative versus konservative Behandlung osteoporotischer Wirbelfrakturen oder der Behandlung des Epiphysiolysis capitis femoris darstellen werden.“

Mit Spannung werden auch die Ehrenvorlesungen von Prof. Reinhold Ganz, dem Pionier der Osteotomie im Beckenbereich, und von Prof. Bernard Morrey, einem Vorreiter der Ellbogenchirurgie und der Ellbogenendoprothetik, erwartet. „Nicht zuletzt wird auch die Industrieausstellung, die an Größe und Format ihresgleichen sucht, interessante Impulse liefern“, so Prof. Wirtz.

Schnittstelle zwischen Ost und West

Ganz Besonderes haben sich die Gastgeber aber auch für das Rahmenprogramm, unter anderem die traditionelle Kongress-Party, einfallen lassen. „Berlin ist gegenwärtig sicher eine der faszinierendsten, lebendigsten und hipsten Städte der Welt“, so Prof. Dreinhöfer. „Diese Stadt hat Medizingeschichte geschrieben, insbesondere in der Charité, und die architektonische, städtebauliche und kulturelle Fülle, die Berlin bietet, lässt sich kaum beschreiben. Um den Kongressteilnehmern einige dieser zahllosen Façetten näherzubringen, laden wir zur ‚Berlin Night’ in das legendäre KaDeWe. Entertainment und erlesene Gaumenfreuden sollen helfen, einander auch menschlich näherzukommen und neben fachlichen Diskussionen auch persönliche Freundschaften zu knüpfen – vor allem, so hoffen wir, kulturübergreifende zwischen Ost- und Westeuropa.“

Weitere Informationen zum Kongress: http://www.efort.org/berlin2012/

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