Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Uniklinik Bonn

Kinderorthopädie und Neuroorthopädie

Ansprechpartner

Leiter:

OA PD Dr. med. R. Placzek
Sprechstunden:

Sprechstunde

Mittwoch und Donnerstag

08:30 - 13:00 Uhr

Leistungsspektrum Kinder- und Neuroorthopädie

Kinder- und neuroorthopädische Krankheitsbilder sind komplex.
Unser Behandlungskonzept basiert immer auf einem individuellen Vorgehen – für jeden Patienten gibt es eigene Behandlungsoptionen und Behandlungsziele.

Die Familie und das Umfeld des Patienten binden wir sehr eng in die Behandlung ein – auch für Erwachsene wichtig ist dies bei Kindern unverzichtbar.

Im Rahmen des Behandlungsverlaufs arbeiten wir eng mit den niedergelassenen Kinderärzten und Orthopäden, Physiotherapeuten sowie mit den Spezialisten der benachbarten Fachdisziplinen am Universitätsklinikum Bonn (Neonatologie, Kinder-Hämatologie / -Onkologie, Neuropädiatrie, Humangenetik etc.) zusammen.

Wir behandeln sämtliche kinderorthopädischen Krankheitsbilder und deren Folgen über den gesamten Krankheitsverlauf, auch im Erwachsenenalter:

  • Angeborenen Hüftdysplasie, Hüftluxation: primäre Behandlung d.h. Reposition angeborener Hüftluxationen, Retentionsbehandlung im Becken-Bein-Fuß-Gips (modifizierter Fettweisgips), Nachreifung in Nachreifungsorthesen; siehe auch unseren neuen Lehrfilm: Sonografie der Säuglingshüfte nach Graf
  • Epiphyseolysis capitis femoris: Spickung, Verschraubung, Containment verbessernde Eingriffe
  • Morbus Perthes: konservativ, operativ
  • Infantile Cerebralparese: Botulinumtoxin-Therapie (wir behandeln nach den Empfehlungen „Therapie mit Botulinumtoxin“ des Arbeitskreises Botulinumtoxin (AkBoNT) der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (Zertifikat Placzek), DGN / www.botulinumtoxin.de).
    Durch die einmalige Injektion von Botulinumtoxin in spastische Muskeln lässt sich die Spastik über einen Zeitraum von mehreren Wochen (in der Regel 8 bis 12 Wochen) verringern.
    Dieses Intervall der verringerten Spastik bietet Raum für eine gezielte Förderung in einem multimodalen Behandlungskonzept d.h. im Gleichklang mit Physiotherapie, Ergotherapie und Hilfsmittelversorgung.
    In dem von uns favorisierten Niedrig-Dosis-Konzept sind, bei guter Wirkung, weitere Injektionen über den gesamten Wachstumsverlauf möglich.
    Sämtliche Arten knöcherner Umstellungsosteotomien und weichteiliger Operationen
    Hilfsmittelversorgung z.B. Versorgung mit Lagerungsschienen, Funktionsorthesen, Stehständern, Rollstühlen etc.
  • Morbus Duchenne / Muskeldystrophie Typ Becker / weitere Muskeldystrophien: konservative und operative Behandlung
    Konservative und operative Behandlung sämtlicher Folgen neuromuskulärer Erkrankungen in Bezug auf den Bewegungs- und Haltungsapparat im Kindes- und Erwachsenenalter.
  • Achs- und Längendeformitäten: Fixateur externe Anlagen zur Verlängerung und zur Achskorrektur, temporäre und definitive Epiphyseodesen
  • Klumpfuß / weitere Fußdeformitären (Knick-Senk-Fuß, Spitzfuß, Hohlfuß): konservativ nach Ponseti (Ponseti-Methode / Ponseti-Literatur), operativ nach Dimeglio/Krauspe/Crawford / konservativ und operativ
  • Osteochondrosis dissecans: konservativ, operativ in enger Zusammenarbeit mit dem Team Knie / Arthroskopie
  • Idiopathische / neuromuskuläre Skoliose: konservativ und operativ in enger Zusammenarbeit mit dem Schwerpunkt Wirbelsäulenorthopädie (PD Dr. med. R. Pflugmacher)
  • Skelettdysplasien: konservativ und operativ
  • Gutartige Knochentumore (kartilaginäre Exostosen, Osteoidosteome etc.): in enger Zusammenarbeit mit dem Schwerpunkt Tumor-/Rheumaorthopädie (PD Dr. med. P. Pennekamp)
  • Eitrige Arthritiden / Osteomyelitiden: Diagnostische Abklärung, konservative und operative (befundabhängige) Therapie
  • Tortikollis (Schiefhals): konservativ und operativ

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