Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Uniklinik Bonn

Arbeitsgruppe Implantatforschung

Implantatforschung

Implantate kommen immer dann zum Einsatz, wenn Gewebedefekte in ihrer Größe oder durch den Funktionsverlust eine biologische Heilung ausschließen. Die häufigsten Materialien für orthopädische Implantate sind Kobald-Chrom, Titan, Keramik und Polyethylen.

Durch die direkte Kommunikation mit den anwendenden Chirurgen und der herstellenden Industrie können wir als forschende und klinisch tätige Einrichtung Bedarf und technische Möglichkeiten evaluieren und zusammenführen.

Durch Veränderungen der Oberflächen von Implantaten kann die Interaktion zwischen körpereigenem Gewebe und Fremdmaterial wesentlich beeinflusst werden.

Ebenso hat die Zusammensetzung und Struktur der Oberflächen Einfluss auf die Adhärenz von Bakterien, die z.B. Infektionen von Prothesen auslösen können. In unseren Labors testen wir die Oberflächen von Implantaten auf Ihre Bioverträglichkeit und untersuchen die Interaktion mit lebenden Zellen.

Durch die Anbindung von biologisch aktiven Substanzen wie Wachstumsfaktoren oder Medikamenten können diese Wechselwirkungen weiter verändert werden.

Zusätzlich untersuchen wir klinisch im Bereich der Wechsel-Endoprothetik, welche Verfahren geeignet sind, die Diagnosesicherheit im Falle einer Infektion oder einer Lockerung bei einliegendem Kunstgelenk zu erhöhen, um für die betroffenen Patienten das bestmögliche Operationsverfahren auszuwählen.

Gleichzeitig können hieraus auch wieder Rückschlüsse auf die Entstehung dieser Komplikationen entstehen und bei der Verbesserung zukünftiger Implantate helfen.

Projekte

Association for Orthopedic Research (AFOR):
Genexpressionsanalyse periprothetischer Gewebeproben in septischen und aseptischen Endoprothesenlockerungen - ein prospektives klinisches und diagnostisches interdisziplinäres Forschungsvorhaben"

Deutsche Arthrose-Hilfe:
"Wertigkeit des RANK/RANKL/OPG-Systems und der neuer Infektionsmarker in der Differentialdiagnostik der septischen vs. aseptischen Prothesenlockerung"